Welche Leash beim Wingfoilen?
Spiral-Leash fürs Fußgelenk

Welche Leash beim Wingfoilen?

Kurze Spiral-Leash fürs Fußgelenk von i99 im Test

Bei Board-Leashes fürs Wingfoilen hat man die Wahl zwischen unterschiedlichen Varianten. Weniger geeignet sind klassische (glatte) Wellenreit-Leashes, denn diese schleppt man in der gesamten Länge hinter sich her. Und nichts ist störender als eine Leash, die beim Foilen hinter dem Board wild im Wasser baumelt.

Neben am Hüftgurt getragenen Roll-Leashes (wegen der harten Plastikbox samt Aufrolleinheit eher ein Nischenprodukt) sind Spiral-Leashes (Coiled-Leashes) die gängigste Lösung - kurz beim Foilen, lang nach einem Sturz.

Board-Leashes kann man in drei Kategorien unterteilen: Ankle-Leash (oberhalb des Fußgelenks befestigt), Knee-Leash (am Unterschenkel unterhalb des Knies getragen) oder Hip-Leash (am Hüftgurt befestigt).

Knee-Leash
Transparente Knee-Leash - fällt kaum auf

Hip-Leash
Wer mit Hüftgurt foilt, weil daran bereits die Wing-Leash befestigt ist, der kann auch seine Board-Leash hinten in den Gurt einhängen (direkt mit der Klettschlaufe oder ohne Schlaufe mit einem Karabiner). Der Vorteil: die Leash ist beim Wechsel der Fußposition auf dem Board so gut wie nie im Weg. Der Nachteil: optisch sieht man aus wie angeleint.


Knee-Leash
Die zweite Option ist eine Knee-Leash. Die Klettschlaufe ist dabei etwas größer als bei Ankle-Leashes, damit diese zum Umfang des Unterschenkels unter dem Knie passt. Eine Knie-Leash ist dann optimal, wenn man beim Foilen die Fußstellung je nach Fahrtrichtung ändert. Wie auch bei der Ankle-Leash wird die Schlaufe an dem Bein befestigt, das normalerweise hinten steht. So ist der Weg zur Leash-Befestigung am Heck kurz.

Beim Wechsel der Fußstellung liegt die Leash nicht auf dem Board auf, sondern verläuft vom vorderen Bein diagonal zum Heck, so dass der hintere Fuß sich darin kaum verheddern kann. Wem die Optik wichtig ist, der sollte eine transparente Leash wählen, da diese optisch (z.B. auf Fotos, siehe oben) weniger zu sehen ist, als z.B. schwarze Coiled-Leashes. Transparente Knee-Leashes gibt es z.B. von Indiana.

Ankle-Leash
Transparente Ankle-Leash

Ankle-Leash
Leash-Option Nummer drei ist die Ankle-Leash. Die ist eine gute Wahl, wenn man die meiste Zeit in der selben Standposition auf dem Board steht (z.B. bei einem 2-Schlaufen-Setup). Dabei ist immer der selbe Fuß hinten, an dessen Sprunggelenk dann auch die Leash befestigt wird.

Durch die Spirale ist die Leash immer soweit zusammengezogen, dass sie nicht im Wasser schleift und auch auf Fotos kaum zu sehen ist. Nur wenn man die Fußposition wechselt (Leash ist dann am vorderen Bein), spannt sich die Leash quer über das Deck und kann zwischen Fuß und Schlaufe stören oder rutscht auch mal unter die Ferse.

Wir haben einen Monat lang eine günstige 8-Fuß-Coiled-Leash von i99 gestestet, die als Ankle-Leash perfekt funktioniert hat. Eine gute Lösung, wenn man meist nur in einer Standpositionen foilt (wie hier oben auf dem Foto in Goofy-Stance: linkes Bein hinten, Leash am hinteren Fuß).

Ankle-Leash
Ankle-Leash von i99

Beim Aufsteigen aufs Boards sind Leashes immer irgendwie im Weg (egal welche Variante). Falls die Leash um ein Bein verdreht ist, kann man beim Aufstehen mit einem Bein darüber steigen, oder bei Ankle- und Knee-Leashes vorher im Sitzen die Beinschlaufe drehen.

Probiert die unterschiedlichen Varianten einfach mal aus, um die für euch passende Lösung zu finden.

31.08.2026 © WING DAILY  |  Text: Jürgen Schall  |  Fotos/Grafiken: Jürgen Schall  |  Translation: EN