Frontside-Wellenritt
Angepowert - mit beiden Händen am Boom
Frontside-Wellenritte beim Wingfoilen kann man auf zwei Arten fahren - mit geflaggtem oder mit angepowertem Wing. Hier seht ihr die angepowerte Variante mit beiden Händen am Boom.
Mads Michel zeigt in diesem Video, wie man eine Welle Down-the-Line abreitet. Die Körpervorderseite zeigt zur Welle (deshalb die Bezeichnung Frontside). Bottom Turn (vor der Welle) und Cutback (Top Turn im steilen Teil der Welle) werden aneinandergereiht - man foilt eine S-förmige Spur entlang der Welle.
Den Wing kann man dabei neutral mit der hinteren Hand am Griff der Fronttube (geflaggt) halten, oder - wie hier zu sehen - mit beiden Händen (angepowert) am Boom. Das gleicht dem Wellenabreiten beim Windsurfen.
Mit beiden Händen am Boom kann man den Vortrieb des Wings nutzten und ist nicht nur auf den Schub der Welle angewiesen. So kann man z.B. den Speed auf einer flacheren Section der Welle halten, bei Bedarf auch mit dem Lift des Wings springen (Aerial nennt man einen Sprung beim Wellenritt) oder - wie Mads hier beim Top Turn zeigt - den Foil sliden lassen.
Den angepowerten Wing muss man dabei so führen, wie Mads es hier demonstriert: Beim Bottom Turn vor der Welle wird der Wing nach hinten geschoben, um freie Sicht auf die brechende Welle zu haben.
Zwischen Bottom Turn und Cutback steht man backwinded (Wing in Luv vom Körper) - das funktioniert, da man sich vom Wind weg bewegt - der Druck im backgehaltenen Wing nimmt dadurch ab. Beim Cutback schwingt auch der Wing wieder herum in die normale Fahrposition.
Tipp zum Üben:
Die S-förmige Linie, die man auf einer Welle surft, kann man als 'Trockentraining' auch auf Flachwasser fahren. Videos dazu findet ihr in unserem Fahrtechnikbereich.
01.09.2026 © WING DAILY | Text: Jürgen Schall | Fotos/Grafiken: Jürgen Schall | Translation: EN